BARF-Zusätze mit Katze auf Holztisch

Supplemente beim Barfen von Katzen

Grundlagen, Bedarf und sinnvolle BARF-Ergänzungen

Essentielle BARF-Supplemente für Katzen

Welche Supplemente Katzen beim Barfen wirklich brauchen, gehört zu den häufigsten Fragen rund um die BARF-Ernährung der Katze. Immer wieder tauchen Fragen auf wie: „Schadet ein pflanzliches Öl meiner Katze?“ oder „Werden synthetische Zusätze überhaupt gut verwertet?“. Viele Unsicherheiten drehen sich darum, welche Ergänzungen tatsächlich notwendig sind und worauf man bei der Zusammenstellung einer ausgewogenen Rohfleischration für Katzen achten sollte.

Vielleicht stellst du dir auch die Frage, warum eine gesunde Katze überhaupt Supplemente benötigt. Könnte nicht – ähnlich wie beim Hund – eine durchdachte Kombination verschiedener tierischer Bestandteile bereits alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe liefern?

In der Praxis zeigt sich, dass die natürlichen Beutetiere der Katze, allen voran die Maus, eine sehr spezielle und außergewöhnlich hohe Nährstoffdichte besitzen. Diese Zusammensetzung lässt sich mit herkömmlichen BARF-Zutaten wie Muskelfleisch, Innereien und Knochen aber nur schwer nachbilden. Genau deshalb ist es notwendig, bestimmte Nährstoffe gezielt über Supplemente zu ergänzen.

Wichtige Hinweise zur Supplementierung bei Katzen

Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Supplementierung bei gesunden Katzen. Bei akuten oder chronischen Erkrankungen können sich die Anforderungen an die Ernährung deutlich verändern. In solchen Fällen sollte die Fütterung immer individuell und in Absprache mit Tierärzt:innen oder qualifizierten Ernährungsberater:innen angepasst werden.

Im folgenden Überblick lernst du die wichtigsten Nährstoffzusätze kennen, die beim Barfen von Katzen eine Rolle spielen können – inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile. Ziel ist es, dir eine verständliche Orientierung zu geben, damit du Supplemente bewusst und bedarfsgerecht auswählen kannst.

Vitamine beim Barfen von Katzen – essentielle Supplemente einfach erklärt

Vitamine übernehmen bei der Katze zahlreiche lebenswichtige Funktionen und müssen Barfen von Katzen und der gezielten Supplementierung der Rohfütterung besonders sorgfältig berücksichtigt werden. Anders als viele andere Tierarten ist die Katze auf eine direkte Zufuhr bestimmter Vitamine angewiesen, da sie einige Vorstufen nicht selbst umwandeln oder synthetisieren kann. Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Vitamine vorgestellt und erklärt, über welche Quellen in der BARF-Ernährung sie ergänzt werden können.

Vitamin A Quellen

Vitamin A – natürliche Quellen und Alternativen

Im Gegensatz zum Menschen ist die Katze nicht in der Lage, die Vorstufe von Vitamin A – das Betakarotin – selbstständig in Vitamin A umzuwandeln. Deshalb muss die Katze Vitamin A direkt über die Nahrung aufnehmen. Idealerweise geschieht das über frische Leber. Diese Form der Supplementierung gilt als besonders natürlich, da sie nicht nur Vitamin A liefert, sondern gleichzeitig viele weitere wichtige Nährstoffe. Putenleber weist dabei einen besonders hohen Vitamin-A-Gehalt auf und enthält beispielsweise etwa fünfmal so viel Vitamin A wie Kalbsleber.

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Auch Dorschlebertran kann zur Ergänzung von Vitamin A eingesetzt werden. Diese Variante sollte jedoch nur von erfahrenen Barfer:innen verwendet werden oder nach Rücksprache mit einer auf Katzen spezialisierten Ernährungsberatung erfolgen. Der Grund dafür liegt in der notwendigen, sehr genauen Dosierung: Wird Dorschlebertran dauerhaft zu hoch dosiert, kann dies zu einer Überversorgung mit Vitamin D3 führen.

Alternativ können Vitamin-A-Tropfen verwendet werden. Diese bringen jedoch den Nachteil mit sich, dass sie teilweise Zusatzstoffe enthalten, die bei empfindlichen Katzen allergische Reaktionen auslösen können – etwa Öle auf Basis von Erdnüssen oder Soja.

Vitamin B Quellen

B-Vitamine – Bierhefe, Vitamin-B-Komplexe und ihre Besonderheiten

B-Vitamine werden beim Barfen häufig über Bierhefe supplementiert. Sie enthält neben verschiedenen B-Vitaminen auch zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein Nachteil der Bierhefe ist jedoch ihr relativ hoher Phosphatgehalt sowie eine Unterversorgung mit Vitamin B1, Biotin und Folsäure. Um diese drei Vitamine allein über Bierhefe bedarfsdeckend zuzuführen, müssten sehr große Mengen gefüttert werden.

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Auch wenn überschüssige B-Vitamine grundsätzlich ausgeschieden werden können, ist eine gezielte, bedarfsgerechte Versorgung sinnvoller als eine unnötig hohe Gesamtmenge an Supplementen. Eine zusätzliche Ergänzung der genannten B-Vitamine, die in Bierhefe nicht ausreichend enthalten sind, kann daher empfehlenswert sein.

Alternativ lässt sich ein sogenannter Vitamin-B-Komplex einsetzen, mit dem sich die Bedarfswerte in der Regel vollständig abdecken lassen. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass manche Katzen Vitamin-B-Komplexe aufgrund ihres intensiven Geruchs oder Geschmacks ablehnen.

Vitamin D Quellen

Vitamin D3 – Fisch, Herz und Supplemente richtig einsetzen

Vitamin D3 kann von der Katze nicht selbst synthetisiert werden und muss – ähnlich wie Vitamin A – direkt über die Nahrung zugeführt werden. Eine besonders natürliche Möglichkeit dafür ist die Supplementierung über Vitamin-D3-haltigen Fisch. An erster Stelle stehen hier Lachse aus der Familie der Salmoniden, beispielsweise der Atlantische Lachs (Salmo salar). Wichtig ist dabei die klare Unterscheidung zum Atlantik-Seelachs, der nicht die gleichen Nährstoffe liefert.

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Auch Sprotten und Regenbogenforellen können eingesetzt werden, um die Versorgung teilweise zu unterstützen. Bei regelmäßiger Fischfütterung sollte jedoch der Jodgehalt der gesamten Ration berücksichtigt werden, weshalb sich in solchen Fällen eine Überprüfung des Futterplans empfiehlt.

Nicht jede Katze akzeptiert Fisch oder verträgt ihn gut. Manche Tiere lehnen ihn vollständig ab oder reagieren allergisch darauf. In solchen Situationen können Schaf- oder Lammherzen unter die Mahlzeit gemischt werden, da sie ebenfalls als natürliche Vitamin-D3-Quelle dienen können.

Alternativ lassen sich Vitamin-D3-Tabletten aus der Apotheke verwenden, die fein gemörsert unter das Futter gemischt werden können. Häufig kommen Tabletten mit 500 I.E. zum Einsatz. Die genaue Berechnung der benötigten Menge sollte jedoch einer erfahrenen Ernährungsberater:in für Katzen überlassen werden.

Grundsätzlich gilt: Die Vitamine A, E und D gehören zu den fettlöslichen Vitaminen. Sie werden bei einer Überdosierung nicht über die Nieren ausgeschieden, sondern im Körper gespeichert. Dadurch können sich zu hohe Mengen im Laufe der Zeit anreichern und im schlimmsten Fall gesundheitliche Probleme verursachen – ein Risiko, das insbesondere bei Vitamin D beachtet werden sollte.

Vitamin E Quellen

Vitamin E – antioxidativer Schutz

Vitamin E übernimmt im Körper der Katze eine wichtige Schutzfunktion. Es wirkt als Antioxidans und hilft dabei, empfindliche Fette und Zellstrukturen vor schädlichen Einflüssen zu bewahren. Besonders bei einer rohfleischbasierten Ernährung, die viele Fette enthält, spielt dieser Schutz eine wichtige Rolle.

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Erkenntnisse hierzu stammen unter anderem aus Versuchen an Ratten, bei denen selbst hohe Dosen Vitamin E gut vertragen wurden und keine giftige Wirkung zeigten. Dennoch sollte – wie bei allen Supplementen – die Dosierung möglichst genau am individuellen Bedarf ausgerichtet sein.

In der Natur kommt Vitamin E ausschließlich in pflanzlichen Quellen vor. Eine natürliche Möglichkeit der Ergänzung ist hochwertiges Weizenkeimöl. Diese Form der Supplementierung sollte jedoch nur bei gesunden Katzen erfolgen, da pflanzliche Öle von Katzen grundsätzlich nicht optimal verwertet werden können. Alternativ stehen Vitamin-E-Tabletten, -Pulver oder -Tropfen zur Verfügung.

Die Verwendung frischer oder getrockneter Weizenkeime bei Katzen ist kritisch zu betrachten. Die enthaltenen Purine und Oxalate können zu einem Anstieg der Harnsäure beitragen beziehungsweise die Bildung von Oxalsteinen begünstigen.

Mineralstoffe beim BARF für Katzen – Calcium, Natrium & Co. richtig ergänzen

Mineralstoffe übernehmen im Körper der Katze zahlreiche grundlegende Aufgaben, insbesondere im Knochenstoffwechsel sowie bei verschiedenen Stoffwechselprozessen. Beim Barfen ist vor allem das richtige Verhältnis einzelner Mineralstoffe zueinander entscheidend. Im folgenden Abschnitt werden wichtige Mineralstoffe vorgestellt und erläutert, über welche Quellen sie in der BARF-Ernährung ergänzt werden können.

Calcium-Quellen

Calcium – Grundlage für Knochenstoffwechsel

Calcium spielt zusammen mit Phosphor eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel der Katze. Beide Mineralstoffe sollten bei der Katze in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Die Empfehlung liegt bei einem Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 1,1–1,2 : 1.

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Zur reinen Calciumsupplementierung können unter anderem Eierschalenpulver, Algenkalk, Calciumcarbonat oder Calciumcitrat verwendet werden. Dabei sollte stets beachtet werden, dass die einzelnen Produkte unterschiedliche Calciumgehalte aufweisen und die Dosierung entsprechend angepasst werden muss.

Phosphor-Quellen

Phosphor – natürlicher Bestandteil von Fleisch

Fleisch enthält bereits von Natur aus relativ viel Phosphor, weshalb zur Bedarfsdeckung häufig nur geringe zusätzliche Mengen an Supplementen notwendig sind. Neben Knochen können auch (Fleisch-)Knochenmehle oder Dicalciumphosphat zur Supplementierung verwendet werden.

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Bei der Fütterung von Knochen ist Zurückhaltung jedoch sinnvoll, da Katzen bei zu häufiger Gabe zu sogenanntem Knochenkot neigen können. Es wird daher empfohlen, Knochen etwa bei jeder dritten Mahlzeit zu verfüttern und ansonsten auf entsprechende Supplemente zurückzugreifen.

Phosphathaltige Supplemente enthalten grundsätzlich auch Calcium. In vielen Fällen reicht dies jedoch nicht aus, um ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis sicherzustellen, sodass Calcium zusätzlich ergänzt werden muss.

Magnesium-Quellen

Magnesium – nur bei Bedarf gezielt ergänzen

Magnesium ist in vielen BARF-Rationen bereits in ausreichender Menge enthalten, sodass eine zusätzliche Supplementierung nur selten notwendig wird. Eine ausgewogene, fleischbasierte Ernährung liefert der Katze in der Regel genügend Magnesium über natürliche Zutaten.

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Besteht dennoch ein erhöhter Bedarf, können die Mahlzeiten beispielsweise mit einem stillen Mineralwasser mit höherem Magnesiumgehalt ergänzt werden. Auch Spirulina wird gelegentlich eingesetzt – hier ist jedoch zu beachten, dass die dafür benötigten Mengen recht hoch sein können und von manchen Katzen im Futter nicht gut akzeptiert werden. Im ungünstigsten Fall kann es sogar zu einer Futterverweigerung kommen.

Alternativ stehen einzelne Magnesiumpräparate zur Verfügung, etwa in Form von Magnesiumoxid. Eine gezielte Ergänzung sollte jedoch immer gut abgewogen und idealerweise in Absprache mit einer fachkundigen Ernährungsberatung erfolgen.

Kalium-Quellen

Kalium – Zusammenspiel mit Natrium im Zellstoffwechsel

Kalium und Natrium arbeiten im Körper der Katze eng zusammen und beeinflussen viele Abläufe im Zellstoffwechsel. Damit diese Prozesse stabil funktionieren können, sollte das Verhältnis beider Mineralstoffe ausgewogen sein. Für Katzen wird ein Kalium-Natrium-Verhältnis von etwa 2,1 : 1 empfohlen.

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Bei einer natürlichen, fleischbasierten Ernährung – etwa beim Barfen oder bei hochwertigem gegartem Futter – ist Kalium in der Regel bereits ausreichend vorhanden. Eine zusätzliche Supplementierung ist daher nur selten notwendig. In der praktischen Rationsgestaltung wird vielmehr häufig Natrium ergänzt, um das gewünschte Verhältnis zwischen Kalium und Natrium zu erreichen.

Sollte doch eine zusätzliche Supplementierung von Kalium notwendig sein, so sollte diese ausschließlich nach vorheriger Bestimmung des Kaliumspiegels im Blut und in enger Rücksprache mit der behandelnden Tierärzt:in erfolgen.

Natrium-Quellen

Natrium – wichtiger Bestandteil des Elektrolythaushalts

Natrium wirkt – wie bereits beschrieben – als wichtiger Gegenspieler zu Kalium und spielt darüber hinaus eine zentrale Rolle in vielen Stoffwechselprozessen. Besonders für die Aufrechterhaltung des Elektrolythaushalts ist eine ausreichende Natriumversorgung entscheidend. Da Kalium in fleischbasierten Rationen meist ausreichend vorhanden ist, wird Natrium in der Praxis häufig gezielt angepasst, um das empfohlene Kalium-Natrium-Verhältnis zu erhalten.

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In der Rohfleischfütterung wird Natrium häufig über Steinsalz oder reines Meersalz ergänzt. Von Meersalz wird jedoch teilweise abgeraten, da es häufig Nanopartikel aus Kunststoff enthalten kann. Alternativ kann auch einfaches Tafelsalz, verwendet werden. Wichtig ist in jedem Fall, darauf zu achten, dass das verwendete Salz kein zugesetztes Jodid oder Fluorid enthält.

Spurenelemente beim Barfen der Katze – Eisen, Jod & weitere Ergänzungen

Spurenelemente werden nur in sehr kleinen Mengen benötigt, übernehmen jedoch wichtige Aufgaben im Stoffwechsel der Katze. Auch beim Barfen sollten sie gezielt berücksichtigt werden, da einzelne Komponenten der natürlichen Beute in der Praxis häufig nicht vollständig nachgebildet werden können.

Eisen-Quellen

Eisen – wichtig für die Sauerstoffversorgung

Eisen ist ein essentieller Bestandteil der Sauerstoffversorgung im Körper der Katze und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Die natürlichste Form der Ergänzung ist frisches Blut, da es Eisen in einer für Katzen gut verfügbaren Form liefert. Alternativ kann getrocknetes Blutpulver verwendet werden, das sich einfach mit Wasser anmischen und dann unter das Futter mischen lässt.

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Wenn die Supplementierung über Blut nicht möglich ist, können auch Eisentabletten zum Einsatz kommen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es sich um eine nicht magensaftresistente Variante handelt. Die Tabletten werden fein gemörsert und anschließend unter das Futter gemischt.

Jod-Quellen

Jod – wichtig für Schilddrüse und Stoffwechsel

In der Natur nimmt die Katze Jod über die Schilddrüse ihrer Beutetiere auf. Als Spurenelement spielt Jod eine zentrale Rolle bei der Bildung der Schilddrüsenhormone und beeinflusst damit zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper. Auch andere hormonelle Abläufe sowie der Zustand von Haut, Haaren und Fell stehen mit einer ausreichenden Jodversorgung in Verbindung.

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Beim Barfen wird Schilddrüsengewebe in der Regel nicht verfüttert, sodass diese natürliche Jodquelle im Futterplan fehlt. Um den Bedarf dennoch zu decken, kann Jod über verschiedene Wege zugeführt werden. Neben der regelmäßigen Fütterung von Seefisch, der eine natürliche Jodquelle darstellt, wird häufig Seealgenmehl eingesetzt. Alternativ können auch Jodtabletten verwendet werden, wobei die Ergänzung immer an den individuellen Futterplan angepasst und eine Überdosierung unbedingt vermieden werden sollte.

Quellen Kupfer, Mangan, Selen und Zink

Kupfer, Mangan, Selen & Zink – Spurenelemente aus natürlichen Quellen

Auch Spurenelemente wie Kupfer, Mangan, Selen und Zink werden bei einer ausgewogenen BARF-Ration in erster Linie über natürliche Zutaten aufgenommen. Je abwechslungsreicher die einzelnen Komponenten gewählt werden, desto breiter ist in der Regel das Spektrum an enthaltenen Spurenelementen – ganz ohne zusätzliche Präparate.

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Besonders reich an diesen Nährstoffen sind Innereien wie Leber und Niere. Während Leber von vielen Katzen gut angenommen wird, sorgt Niere dagegen oft für skeptische Blicke in den Napf – nicht jede Samtpfote lässt sich dafür begeistern. Dadurch kann es in der praktischen Fütterung manchmal schwieriger werden, bestimmte Spurenelemente allein über natürliche Zutaten ausreichend abzudecken.

Reicht die Versorgung mit diesen Nährstoffen einmal nicht aus, so können einzelne Supplemente eine sinnvolle Ergänzung sein. Welche Ergänzungen im Einzelfall sinnvoll sind, sollte am besten gemeinsam mit einer erfahrenen BARF-Beratung entschieden werden. Die Gehalte an Spurenelementen können je nach Zusammensetzung der Ration stark variieren – und damit auch die Auswahl und Dosierung der passenden Supplemente.

Essentielle Aminosäuren in der Ernährung der Katze

Aminosäuren sind wichtige Bausteine tierischer Proteine und übernehmen im Körper der Katze zahlreiche lebenswichtige Funktionen. Während viele Aminosäuren über eine fleischbasierte Ernährung ausreichend aufgenommen werden, nimmt Taurin eine besondere Stellung ein und muss beim Barfen gezielt berücksichtigt werden.

Taurin-Quellen

Taurin bei der Katze im BARF – warum diese Aminosäure so wichtig ist

Taurin gehört zu den lebenswichtigen Aminosäuren der Katze und kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Muscheln vor. Besonders dunkle Fleischsorten, etwa die Putenkeule, sowie Innereien wie Puten- oder Hühnerherzen liefern vergleichsweise hohe Mengen. Dennoch lässt sich der tatsächliche Bedarf über natürliche Futterbestandteile nur schwer zuverlässig decken – es sei denn, es werden ganze Beutetiere wie Mäuse verfüttert.

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In der Praxis wird Taurin daher meist gezielt ergänzt. Als natürliche Quelle kann theoretisch Grünlippmuschelpulver verwendet werden, allerdings wären sehr große Mengen davon notwendig, um den Bedarf zuverlässig zu decken. Das macht die Supplementierung nicht nur kostspielig, viele Katzen würden eine solche pulverhaltige Mahlzeit vermutlich auch nicht anrühren. Häufig wird deshalb reines Taurinpulver eingesetzt, das sich unkompliziert in etwas Wasser auflösen und anschließend unter das Futter mischen lässt.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Nährstoffe beim Barfen und wie du sie abdeckst

Vitamin A: Leber, Dorschlebertran oder Vitamin-A-Tropfen

Vitamin D3: bestimmte Fischsorten wie Lachs, Sprotten und Forellen, alternativ Schaf-/Lammherzen oder Vitamin-D3-Tabletten

Eisen: Blut, Blutpulver oder Eisentabletten

Calcium & Phosphor: Knochen, Knochenmehl oder Dicalciumphosphat

Jod: Seefisch, Seealgenmehl oder Jodtabletten

Taurin: Taurinpulver oder Grünlippmuschelpulver (hohe Mengen nötig)

Fazit: Bedarfsgerechte Supplementierung beim Barfen von Katzen

Eine ausgewogene BARF-Ernährung für Katzen lebt von der richtigen Balance zwischen natürlichen Zutaten und gezielt eingesetzten Ergänzungen. Während viele Nährstoffe bereits über hochwertiges Fleisch, Innereien und weitere tierische Bestandteile aufgenommen werden können, gibt es einige essentielle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, die bewusst berücksichtigt werden sollten. Besonders Taurin sowie einzelne Mineralstoffe und Spurenelemente zeigen, dass die natürliche Beute der Katze nur bedingt durch herkömmliche Fleischbestandteile ersetzt werden kann.

Entscheidend ist dabei nicht die möglichst große Anzahl an Supplementen, sondern eine durchdachte und individuell angepasste Rationsgestaltung. Je nach Zusammensetzung der Mahlzeiten, Akzeptanz einzelner Zutaten und den Bedürfnissen der Katze kann der Bedarf unterschiedlich ausfallen. Eine gezielte Ergänzung – idealerweise begleitet von fachkundiger Beratung – hilft dabei, Nährstofflücken zu vermeiden, ohne unnötig überzudosieren.

Richtig umgesetzt bietet BARF die Möglichkeit, die Ernährung der Katze sehr naturnah und gleichzeitig bedarfsgerecht zu gestalten. Wer sich mit den wichtigsten Nährstoffen auseinandersetzt und die Supplementierung bewusst plant, schafft eine stabile Grundlage für eine langfristig ausgewogene Fütterung und ein langes, gesundes Katzenleben.

Häufige Fragen zur Nahrungsergänzung bei BARF für Katzen (FAQ)

Braucht meine Katze beim Barfen wirklich Supplemente?

Die Antwort darauf, ob deine Katze beim Barfen wirklich Nahrungsergänzungsmittel braucht, erfährst du in dem Abschnitt "Essentielle BARF-Supplemente für Katzen".

Welche Supplemente sind beim BARF für Katzen besonders wichtig?

Welche Nahrungsergänzungsmittel beim Barfen von Katzen besonders wichtig sind, erfährst du in dem Abschnitt "Auf einen Blick: Die wichtigsten Nährstoffe beim Barfen und wie du sie abdeckst".

Kann ich meine Katze ohne Taurin barfen?

Ob du deine Katze auch ohne zusätzliches Taurin in ihren BARF-Mahlzeiten bedarfsdeckend ernähren kannst erfährst du unter "Taurin bei der Katze im BARF – warum diese Aminosäure so wichtig ist".

Wie decke ich den Jodbedarf meiner Katze beim Barfen?

Mit welchen Supplementen du den Jodbedarf deiner Katze beim Barfen abdecken kannst erfährst du in dem Abschnitt "Spurenelemente beim Barfen der Katze – Eisen, Jod & weitere Ergänzungen".

Muss ich meiner Katze beim Barfen Vitamin D zufüttern?

Ob deine Katze zusätzliches Vitamin D in ihren BARF-Mahlzeiten benötigt erfährst du hier: "Vitamine beim Barfen von Katzen – essentielle Supplemente einfach erklärt".

Sind pflanzliche Öle für Katzen sinnvoll?

Ob du deiner Katze auch pflanzliche Öle füttern kannst erfährst du in dem Abschnitt zu Vitamin E in dem Kapitel "Vitamine beim Barfen von Katzen – essentielle Supplemente einfach erklärt".

Welche Rolle spielen Calcium und Phosphor beim Barfen von Katzen?

Die Antwort darauf, welche Rolle Calcium und Phosphor in der BARF-Ernährung von Katzen spielen erhältst du in dem Abschnitt "Mineralstoffe beim BARF für Katzen – Calcium, Natrium & Co. richtig ergänzen".

Kann ich Supplemente einfach nach Gefühl dosieren?

Wie du Supplemente richtig dosierst erfährst du im "Fazit: Bedarfsgerechte Supplementierung beim Barfen von Katzen".

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